Welcher Saunaofen ist der Richtige?

19.03.2018 11:23

Saunaofen VergleichWer sich für eine Heimsauna entscheidet und sich aus den zahlreichen Modellen von rustikal bis modern endlich für eine Variante entschieden hat, steht gleich vor der nächsten Frage: Welcher Saunaofen soll es sein? Das wärmespendende Herzstück jeder Sauna gibt es nämlich in mehreren Betriebsarten: Elektro, Holz oder Gas.

Um sich leichter entscheiden zu können, stellen wir euch hier die verschiedenen Saunaöfen und ihre Vor- und Nachteile einmal vor.


 

Unkompliziert: der elektrische Saunaofen

Unkompliziert in der Anwendung: der elektrische SaunaofenBei vielen Bausätzen ist ein elektrischer Saunaofen gleich mit inbegriffen. Und auch für die jeweilige Größe der Sauna ausgelegt. Denn ein zu großer Ofen für eine zu kleine Sauna wäre ebenso sinnfrei wie ein zu kleiner Ofen, der die Sauna nicht annähernd auf Temperatur bringen kann.

Die Vorteile eines elektrisch betriebenen Saunaofens sind:

  • die gewünschte Temperatur lässt sich exakt per Regler einstellen und über die ganze Zeit halten
  • sauber in der Anwendung
  • keine lokalen Emissionen
  • wenig Arbeitsaufwand
  • wartungsfrei
  • einfach anschließbar (je nach Saunaofen ist allerdings Starkstrom nötig)

Nachteil ist die Abhängigkeit vom Stromnetz und der Stromverbrauch, der je nach Saunaofen und Nutzungsdauer die Stromrechnung in die Höhe treiben kann. Eine Isolierung der Saunakabine kann hier aber helfen, bares Geld zu sparen. Die Größe des Saunaofens richtet sich nämlich nicht nur nach der Größe der Sauna, sondern auch danach, ob diese rundum isoliert ist oder nicht. Als Faustregel kann man dabei das Raumvolumen (m³) der Saunakabine durch 1,5 teilen - bei isolierter Kabine. Ist die Sauna nicht isoliert, multipliziert man stattdessen das Raumvolumen mit 1,5! Bei einer Sauna von 2x3x2 m und somit einem Raumvolumen von 12 m³ ergibt sich so entweder eine nötige Leistung des Saunaofens von 8 kw (isoliert) oder 18 kw (nicht isoliert)!

Unabhängig davon werden beim elektrischen Saunaofen die Saunasteine durch Heizspiralen aufgeheizt. Aufgüsse mit oder ohne aromatische Duftzusätze können vorsichtig über die Steine gegossen werden - es können aber auch trockene Saunagänge vollzogen werden.

Eine Besonderheit bei den elektrischen Saunaöfen stellen die sogenannten Bio-Saunaöfen dar. Diese werden zwar ebenfalls elektrisch betrieben, können aber mehrere Saunaarten imitieren. Dazu verfügen sie über ein integriertes Verdampfersystem, welches - wie der Name schon vermuten lässt - dafür sorgt, dass Dampf zwischen oder neben den Saunasteinen austritt. So können neben der klassischen Aufguss-Sauna auch z. B. Kräuterdampfbäder genossen werden.

Urig: Der Holz-Saunaofen

Holz-SaunaofenSie vermitteln ein besonders schönes Ambiente und tragen mit ihrem Flammenspiel und dem Knistern des verbrennenden Holzes zu einer urgemütlichen Stimmung bei. Holzbefeuerte Saunaöfen verfügen im unteren Teil über ein Brennfach, im offenen Teil darüber werden wiederum Saunasteine eingefüllt und durch die Holzverbrennung im Unterteil erhitzt.

Holz-Saunaöfen gibt es in 2 Varianten: von außen befeuert oder von innen befeuert. Das heißt, das Holz wird entweder von außerhalb der Sauna in die Brennkammer gegeben (hierbei entfällt allerdings auch der Blick auf die Flammen) oder man befüttert den Ofen in der Saunakabine.

Beiden Varianten ist natürlich gemein, dass der Anschluss an einen Schornstein nötig ist und auch vom Schornsteinfeger - so wie jeder andere Kaminofen auch - abgenommen und jährlich kontrolliert werden muss.

Vorteile des Holz-Saunaofens:

  • Unabhängigkeit vom Stromnetz, daher kann die Sauna z. B. auch frei im Garten aufgestellt werden
  • Gemütlichkeit
  • CO2-neutral durch Verbrennung nachwachsender Rohstoffe

Nachteilig ist die Mehrarbeit, die man mit dem Ofen hat. Es muss genügend Holz bereitstehen, der Ofen muss zwischendurch befeuert werden und ein bißchen Dreck macht er natürlich auch, denn so ganz lässt sich dieser nicht vermeiden. Achten sollte man selbstverständlich - wie bei jedem anderen Kaminofen auch - auf gutes, abgelagertes Holz, da sich ansonsten Rauch und / oder gefährliche Abgase in der Saunakabine bilden können. Wer allerdings diese Mehrarbeit mag und diese sogar Teil des Entspannungsrituals werden lässt, der ist mit einem Holzofen für die Sauna bestens bedient.

Umweltfreundlich: Der Gas-Saunaofen

Gas-SaunaofenEine saubere Sache ist der gasbefeuerte Saunaofen. Dieser kann sowohl mit Erdgas als auch mit Flüssiggas betrieben werden. Sie sind zwar in der Regel teurer in der Anschaffung, können dafür aber mit folgenden Vorteilen trumpfen:

  • ruß- und rauchfrei
  • schnelle Aufheizung der Sauna
  • umweltfreundlicher Brennstoff
  • geringe Betriebskosten
  • lange Lebensdauer

Wer also sowieso schon über einen Gasanschluss verfügt, sollte bei der Wahl des Saunaofens einen Gasofen in Erwägung ziehen.

Welcher Saunaofen ist denn nun der Richtige?

Das kann man pauschal gar nicht beantworten, denn alle Befeuerungsarten haben ihre Vorteile ebenso wie ihre Nachteile. Es kommt eben immer auf die Gegebenheiten an, die an Ort und Stelle vorherrschen.

Welchen Saunaofen habt ihr - und wie seid ihr damit zufrieden? Wir freuen uns auf euer Feedback!


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