Diese 9 Vorteile von Naturkosmetik solltest du kennen

12.07.2018 19:18

Naturkosmetik liegt im Trend. Dazu reicht eigentlich schon der Blick ins Drogerie-Regal. Soweit ist das erfreulich - doch nicht in jeder Verpackung, auf der ein Baum, ein grünes Blatt oder eine Blume prangt, verbirgt sich auch Naturkosmetik. Aber woran erkennt man Naturkosmetik dann - und ist Naturkosmetik eigentlich besser als herkömmliche Kosmetik?

 

Die Vorteile von NaturkosmetikNaturkosmetik Creme

...liegen auf der Hand:

  1. Sie enthalten keine künstlichen Farb- oder Duftstoffe. Diese können Allergien oder sogar Krebs auslösen!
  2. Auf den Einsatz von Nebenprodukten aus der Erdölindustrie wird verzichtet. Diese bilden einen Film auf der Haut, der den Feuchtigkeitshaushalt der Haut negativ beeinflusst. Hautirritationen können die Folge sein.
  3. Hersteller von echter Naturkosmetik verwenden keine synthetischen Konservierungsstoffe - wie zum Beispiel Formaldehyd, das die Schleimhäute reizen kann.
  4. Parabene beeinflussen den Hormonhaushalt und stehen - in Deos eingesetzt - im Verdacht, Brustkrebs auszulösen. In Naturkosmetik werden sie deshalb nicht verwendet.
  5. Mikroplastik findet sich in fast jedem konventionellen Duschgel. Man sieht es nicht, aber ein Blick auf die Inhaltsstoffe gibt Aufschluss. Bezeichnungen wie Acrylate Copolymer, Acrylate Crosspolymer oder PA verraten: Hier ist Mikroplastik drin! Greenpeace hat im Rahmen der Kampagne "#Wellemachen - Für Meere ohne Plastikmüll" eine Checkliste mit den gängigen Bezeichnungen für Mikroplastik (pdf) ins Netz gestellt.
  6. Der Einsatz von Rohstoffen, die aus toten Wirbeltieren gewonnen wird, ist verboten.
  7. Naturkosmetik kommt ohne Tierversuche aus.
  8. Naturkosmetik kommt meistens in einer relativ umweltfreundlichen Verpackung in den Handel.
  9. Hersteller von Naturkosmetik setzen meist freiwillig auf einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur.
 

Gibt es auch Nachteile bei Naturkosmetik?

Auch Naturkosmetik besteht aus verschiedenen Inhaltsstoffen. Und auch auf noch so natürliche Stoffe können empfindliche Menschen reagieren. Aber: Durch die Verwendung von weniger Stoffen und vor allem weniger künstlich hergestellten Zutaten ist die Gefahr z. B. einer Allergie durchaus geringer. Im Zweifelsfall hilft nur: ausprobieren.

 

Die wichtigsten Naturkosmetik-Siegel

Nur an dem Design der Verpackung lässt sich leider nicht erkennen, ob es sich um Naturkosmetik handelt. Und - leider - ist der Begriff 'Naturkosmetik' auch nicht gesetzlich geschützt. Das akribische Durchlesen der Inhaltsstoff-Angaben hilft hier zwar - aber eben nur, wenn man weiß, worauf man achten muss und die Zeit und Muße dazu hat.

Es gibt aber ein paar Siegel, die einem helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Mit den folgenden Siegeln kann man sich sicher sein, echte Naturkosmetik in den Einkaufswagen zu legen:

  • BDIH - Kontrollierte Naturkosmetik
    Ökosiegel für "Echte Naturkosmetik" vom Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDHI). Die Rohstoffe stammen so weit möglich aus biologischem Anbau oder aus kontrollierter Wildsammlung. Es dürfen keine synthetischen Farb- oder Duftstoffe enthalten sein, ebenso wenig Silikone, Erdölprodukte, oder Rohstoffe von toten Wirbeltieren. Außerdem sind Tierversuche verboten.
  • EcoCert
    Öko-Siegel der europäisch agierenden EcoCert Group. Bei diesem Siegel gibt es zwei Abstufungen: EcoCert Naturkosmetik muss zu mindestens 50 % aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen und mindestens 5 % der gesamten Inhaltsstoffe müssen aus biologisch zertifiziertem Anbau stammen. Bei der EcoCert Biokosmetik sind die Kriterien noch strenger - mindestens zu 95 % muss das Produkt aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen und 10 % der Inhaltsstoffe aus Bio-Anbau stammen.
  • NaTrue
    Hinter dem NaTrue-Siegel verbirgt sich ein Zusammenschluss der Hersteller Weleda, Dr. Hauschka, Primavera, Lavera und die Dalli Group. Hier werden nicht nur einzelne Produkte einer Marke zertifiziert, sondern mindestens 75 % der Marke müssen das Zertifikat tragen. Das soll vor sogenanntem Greenwashing schützen, bei dem sich eine Marke mit nur wenigen Naturkosmetik-Produkten einen grünen Stempel aufdruckt - und der Rest der Produktpalette ist konventionell. Es gibt beim NaTrue-Label 3 Abstufungen: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bionanteil und Biokosmetik.

Häufig sieht man auch noch andere Siegel auf den Verpackungen, die teilweise irreführend sein können. Ist ein Produkt zum Beispiel mit der Veganblume ausgezeichnet, enthält das Produkt keine tierischen Bestandteile (also auch kein Bienenwachs, keine Milch etc.) - kann (muss aber nicht) mit künstlichen Inhaltsstoffen hergestellt worden sein.

 

Naturkosmetik selbst herstellen

Sicherlich kann man auch - zumindest einen Teil seiner Kosmetik - selbst herstellen. Vorteil ist, dass man ganz genau weiß, welche Zutaten man sich in welcher Qualität in den Tiegel gemischt hat. Anleitungen gibt es im Internet zuhauf und es kann aufregend sein, sein Deo oder die Handcreme einmal selbst zu mischen.

Für mich ist Jasmin vom Blog Schwatzkatz immer wieder eine Inspiration.


Bildnachweis: Beide Bilder stammen von ©silviarita / Pixabay.com


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