Gesundheitsrisiko: Langes & häufiges Sitzen!

05.07.2017 21:50

Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch zu langes und zu häufiges Sitzen sind auf dem Vormarsch.

Vor allem das zu viele Sitzen - sei es vor dem Computer am Arbeitsplatz, auf der Schulbank oder abends gemütlich vor dem Fernseher - kann sich schädlich auswirken.

Aber warum eigentlich?

 

Wir sitzen uns krank

Logisch ist eigentlich schon auf den ersten Blick: Wer viel sitzt, bewegt sich weniger und verbraucht entsprechend weniger Energie. Bei gleicher Kalorienzufuhr ist also der im Vorteil, der sich aktiver bewegt. Damit steigt auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Davon abgesehen ist das ständige Sitzen aber auch Gift für die Beinvenen. Denn das Blut versackt im Sitzen leichter in den Beinen und staut sich hier. Ursächlich hierfür ist, dass wir im Sitzen die sogenannte Wadenmuskelpumpe so gut wie gar nicht benutzen. Diese funktioniert zum Beispiel im Gehen ganz automatisch, indem die Wadenmuskel angespannt werden und die Muskeln so auf die Venen drücken, wodurch das Blut zurück zum Herzen gepumpt wird.

Bei längerem Stillsitzen, zum Beispiel auf Langstreckenflügen oder langen Fahrten mit der Bahn, bei denen möglicherweise auch noch die Beinfreiheit durch eine enge Bestuhlung eingeschränkt ist, können sich sogar gefährliche Thrombosen bilden!

Zu guter - oder schlechter - Letzt führen Fehlhaltungen, zum Beispiel bei der Arbeit am Bildschirm, zu Haltungsschäden. Deren Folge sind nicht selten Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur und langfristig zur irreversiblen Verflachung der Bandscheiben.

Tipps für mehr Bewegung

GymnastikballNatürlich können wir nicht alle die Arbeit niederlegen und den ganzen Tag spazieren gehen. Aber schon kleinere Bewegungseinheiten können Abhilfe schaffen:

  • Wenn der Weg zur Arbeit oder zur Schule nicht zu weit ist, lohnt es sich, das Auto einfach mal stehen zu lassen und stattdessen zum Fahrrad zu greifen oder ganz simpel zu Fuß zu gehen. Neben der Bewegung versorgt man seinen Körper so direkt noch mit frischem Sauerstoff und kommt meist ausgeruhter an, als nach einer stressigen Autofahrt.
  • Bei langen Arbeitswegen nutzt einem der erste Tipp natürlich nichts. Aber muss man direkt vor dem Haupteingang parken? Wenigstens ein paar Meter zu Fuß kann man in den Alltag einplanen und das Auto vielleicht etwas weiter weg abstellen. Oder anstatt des Fahrstuhls einfach mal die Treppe nehmen!
  • Der Bürostuhl sollte möglichst hochwertig und ergonomisch geformt sein. Um die Sitzposition zu verbessern, helfen auch spezielle orthopädische Sitzkissen, wie es sie beispielsweise bei Luxamel zu kaufen gibt. Auch öfter mal die Sitzposition ändern, kann Wunder bewirken.
  • Öfter aufstehen! Beim Telefonieren zum Beispiel kann man sich in der Regel auch neben den Schreibtisch stellen.
  • Damit keine Verspannungen für Kopf- oder Nackenschmerzen sorgen, sollten kleine Gymnastik-Einheiten in den Alltag eingebaut werden. Es gibt sogar spezielle Gymnastikübungen für's Büro!
  • Anstatt abends auf der Couch rumzulümmeln, einen Spaziergang machen oder sogar noch Sport treiben. Aktive Gartenarbeit ist auch eine Alternative, bei der frische Luft noch zusätzlich für eine gute Sauerstoffversorgung sorgt.


 

Bildnachweise:

"Frau am Laptop": PublicDomainPictures/Pixabay.com
"Gymnastikbälle": 089photoshootings/Pixabay.com


Kommentar eingeben