Saunaaufguss - so machen Sie es richtig!

15.06.2013 13:26

Sie möchten gerne einen Saunaaufguss zelebrieren, wissen aber nicht, wie ein solcher abläuft? Nun, es gibt ein paar Grundsätze, die man beachten sollte. Allerdings sollte ein Saunaaufguss auch immer individuell angepasst sein, so dass die folgende Anleitung zum Saunaaufguss nur als grobe Richtschnur zu betrachten ist.

 

Zuallererst: Körperreinigung

Vor dem ersten Aufguss des Tages sollte eine gründliche Körperreinigung erfolgen. Also: ab unter die Dusche! Bitte gut mit Duschgel oder Seife abseifen, denn damit entfernt man nicht nur Schmutz und Schweiß, sondern reinigt die Haut auch von Fett und Talg. Die Poren können sich öffnen und in der Sauna beim Schwitzen - neben Schweiß - auch Schlackestoffe und Gifte absondern.

 

Saunaaufguss - erholsame WärmeDer erste Aufguss

Ein Saunagang besteht meistens aus mehreren Aufgüssen, in der Regel sind es drei. Doch bevor man nun das Aufgusswasser auf die heißen Saunasteine giesst, sollte der Körper und die Seele erst einmal zur Ruhe kommen. Mindestens 5 Minuten vor dem Aufgießen des Wassers sollte man in der Sauna sein und "anschwitzen", bis die Haut leicht feucht ist.

Jetzt kann aufgegossen werden! Dazu sollte man sich in der Vorbereitungsphase einen schönen Saunaduft ausgesucht haben. Hier hat man die Qual der Wahl, beliebt sind vor allem in Winter jedoch Saunadüfte, die die Atemwege befreien und / oder antiseptisch wirken. Probieren Sie auch ruhig einmal selbst gemischte Düfte aus. So stellen beispielsweise Fruchtdüfte mit einem Schuss Minze sehr schöne Kombinationen dar.

Das Aufgießen selbst wird auch in Ruhe vollzogen. Mit einer Schöpfkelle nimmt man aus dem Aufgußeimer etwas Aufgußwasser und gibt es langsam über die heissen Saunasteine. Auf diese Weise kann das Wasser gut verdunsten und verteilt seinen Dampf und den Duft nicht auf einen Schlag, sondern gut dosiert. Wie viele Kellen man aufgießt, ist abhängig von der Größe der Sauna und natürlich von der persönlichen Vorliebe. Das kann variieren von 1 oder 2 Kellen in einer Zwei-Mann-Sauna bis hin zu einem ganzen Aufgusseimer in einer großen Sauna, die mehrere Dutzend Leute fasst.

 

 Wedeln und Fächern

Nachdem das Wasser auf den Steinen verteilt wurde, wartet man noch etwa 1 Minute, bis der Duft bei allen Saunagästen angekommen ist. Nun nimmt sich der Saunameister ein Handtuch - bei kleinen Saunen tut es auch ein Gästetuch - und verteilt die Luft im oberen Saunabereich, indem er das Tuch kreisförmig ähnlich einem Lasso schwingt. Anschließend nimmt er das Tuch an zwei Enden und führt es über seinen Kopf. Nun führt er es schlagartig abwärts, so dass ein starker Luftstrom entsteht. Idealerweise führt der Saunameister so jedem einzelnen Gast etwa 3 Luftstösse zu.

 

Der zweite und dritte Aufguss

Der zweite Aufguss verläuft nach dem selben Schema wie der erste. Allerdings kann man hier bereits einen anderen Duft wählen, wenn man möchte. Danach wird wieder gewedelt und gefächtert. Beim dritten Aufguss gilt dies ebenso. Hier kann zudem die Gangart etwas verschärft werden, sprich, etwas mehr Wasser aufgegossen und stärker verwedelt werden - immer mit der Vorraussetzung, dass sich alle Saunagäste dabei wohl fühlen.

 

Abdampfen und abkühlen

Nach dem letzten Aufguss kann man nach Belieben noch etwas nachschwitzen. Nach dem Verlassen der Sauna ist es am besten, erst einmal an der frischen Luft "abzudampfen". Der Körper kann sich etwas aklimatisieren und die Lungen füllen sich mit frischer, kühler Luft. Nach etwa 1 bis 2 Minuten kann man sich dann abkühlen. Doch halt! Bitte nicht direkt ins Abkühlbecken springen - aus hygienischen Gründen ist es oberste Pflicht, sich zunächst abzuduschen - und das möglichst kalt. Denn so schließen sich die Poren, die Blutgefäße ziehen sich zusammen. Nur so ist dem Saunierenden später eine gute Durchblutung und Durchwärmung sicher. Wer einmal nach der Sauna warm geduscht hat, weiß, dass der Körper anschließend eher zum Frieren neigt.

 

Gut eingehüllt in einen warmen, flauschigen Frottiermantel oder umwickelt mit einem Saunatuch kann man nun das weitere Wellnessprogramm genießen. Den nächsten Saunagang sollte man frühestens eine Stunde später einplanen, damit der Körper nicht zu sehr gestresst wird.

 

Spezial-Aufgüsse

Es gibt eine Reihe von speziellen Aufgüssen, die wir Ihnen nach und nach in unserem Blog vorstellen möchten:

 


Bild: © roesli48 / Pixelio.de

 

 


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